Dejavue in Britz

So., 4.11.2012, 14h
Stadion Britz Süd

DJK Schwarz-Weiß Neukölln – SV Solidarität 2:2 (0:1)

+++ Aufstellung +++
Daniel – Max C – Raik (60., Arne), Severin, Moritz – Jannis, Armin – Christian Lü., Nils, Rafa (46., Thies) – Jan L.

+++ Tore +++
0:1 Severin (Christian)
1:1 …
2:1 …
2:2 Nils

+++ Spielbericht +++
Und täglich grüßt der Tabellenzweite: Zum dritten Mal in Folge trat Soli gegen den aktuellen Zweiten an und nach den Siegen gegen Adlershof und die Rudower Kickers sah sich Michas Elf heute dem DJK Schwarz-Weiß aus dem Neuköllner Süden gegenüber. Die Begegnung in der letzten Saison im Frühjahr hat besonders Rafa noch schmerzlich in Erinnerung, der damals durch einen Gegenspieler so schwer verletzt wurde, dass er die komplette Rückrunde verpasste. Soli war gewarnt vor der harten Gangart und den Pöbeleien und Bedrohungen, mit denen auch heute wieder zu rechnen war. Vom Verband wurde zudem extra eine Schiedsrichterin mit Berlin-Liga-Erfahrung eingesetzt.

Micha setzte wieder auf das in den letzten Wochen bewährte System mit Libero, einer Dreierreihe davor, zwei Sechsern, einer offensiven Dreierreihe und dem einzigen reinen Stürmer Jan. Bemerkenswert war an der Aufstellung heute vor allem Raiks Debut als Manndecker, das er absolut solide gestaltete. Soli startete gut ins Spiel, der DJK ließ erstaunlich viel offene Räume im Mittelfeld, die Soli mal mehr und mal weniger konstruktiv zu Angriffen nutzte. Trotz Feldüberlegenheit wirkte das rot-schwarze Kombinationsspiel häufig etwas zu ungenau und überhastet, wobei der feuchte Kunstrasen die Sache nicht leichter machte. So traf dann nach einer Ecke von Christian Severin per Direktabnahme zum verdienten 0:1. Soli verpasste es, in der ersten Halbzeit weitere Treffer zu erzielen und scheiterte dabei teilweise knapp an Pfosten (Nils) und Latte (Jan L.). So ging es mit der knappen, aber verdienten Gäste-Führung in die Pause.

Zur zweiten Hälfte kam Thies für Rafa. Thies nahm die zweite Sechersposition ein, dafür rückte Armin nach vorne hinter die Spitze und Nils ging auf die linke Seite. Schwarz-Weiß hatte zu Beginn der zweiten Hälfte seine wohl stärkste Phase im Spiel und kam nach einer Flanke per Kopfball aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich. Soli verlor nun zunehmend an Ballsicherheit und der DJK stand zudem defensiv besser als in Durchgang Eins. Mitte der zweiten Hälfte gingen die Hausherren dann sogar erstmalig in Führung durch einen platzierten Flachschuss aus gut 18 Metern. Soli reagierte wütend und startete die Aufholjagd. Leider blieb Jan L. weiter vom Pech verfolgt, als er erneut an der Latte scheiterte. So brauchte Soli erneut eine Standardsituation, um auszugleichen: Nachdem eine Ecke zunächst geklärt wurde, konnte Nils den Ball an der Strafraumgrenze abfangen und ins lange Eck treffen – 2:2 nach ca. 75 Minuten. Beide Teams wollten in der Folgezeit unbedingt den Sieg, aber es blieb letztlich beim Unentschieden, wobei besonders Soli noch einmal tief durchatmete, als kurz vor Schluss eine scharfe Hereingabe an Freund und Feind vorbei segelte und knapp neben dem Tor landete.

Angesichts der Überlegenheit in Hälfte Eins ist der eine Punkt sicherlich zu wenig, andererseits ließ Soli in der zweiten Halbzeit nach und konnte letztlich froh sein, nach dem zwischenzeitlichen Rückstand zumindest noch einen Punkt gegen einen direkten Konkurrenten geholt zu haben. Insgesamt hatte das Spiel somit große Ähnlichkeiten mit dem Duell im Frühjahr: Heute wie damals wurde die Partie von den Hausherren äußerst unfair geführt und man hatte aus der Soli-Perspektive das Gefühl, dass vom Ergebnis her eigentlich mehr drin gewesen wäre. Gleichzeitig musste man nach dem Spielverlauf mit dem 2:2 zufrieden sein – auch das Resultat war also identisch. In den drei letzten Partien vor der Winterpause stehen nun die Duelle mit den drei aktuellen Tabellenkindern an. Soli hat es somit selbst in der Hand, rechtzeitig zur Weihnachtsfeier im Adler (?) im oberen Tabellendrittel anzukommen.

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Tabelle – Archiv

Nächstes Spiel:
So., 11.11.
SV Soli – FFC Grün-Weiß 1976
Werner Seelenbinder-Sportpark

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Über Solidarität FZ/Tasmania

Soli: Kreuzköllner Club, heller Stern am Berliner Freizeitligahimmel
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