Die Großmutter aller Comebacks

So, 21.10.2012
Lohnauer Steig, Adlershof

Adlershofer BC – SV Soli 4:5 (3:3)

+++ Aufstellung +++
Daniel – Max – Ulf (75., Severin), Christian Le. (42., Moritz), Karsten – Armin, Thies – Raik, Nils (46., André), Rafa – Jan L.

+++ Tore +++
1:0 …
2:0 …
3:0 …
3:1 Jan L. (Christian Le.)
3:2 Armin
3:3 Jan L. (Nils)
4:3 …
4:4 André (Rafa)
4:5 Jan L.

+++ Spielbericht +++
Nachdem Soli vor der Spielpause beim Tabellenführer RBC erst kurz vor Schluss knapp unterlegen war, bot sich heute beim Auswärtsspiel in Adlershof die nächste Gelegenheit, einen Big Point gegen eines der stärkeren Teams der Staffel zu landen. Bei sonnigen Herbsttemperaturen traten 14 Rot-Schwarze die Reise in den Osten an.

Micha bot erneut eine relativ defensive taktische Aufstellung auf, identisch mit der vom RBC-Spiel. Und trotzdem dauerte es keine fünf Minuten, da führten die Gastgeber bereits mit 2:0. Das erste Tor folgte auf einen unnötigen Ballverlust im Mittelfeld, den der ABC mit einem schnellen Konter nutzte, am Ende schob ein ABC-Stürmer den quergelegten Ball ins leere Tor. Relativ ähnlich fiel dann das 2:0 erneut aus einer Kontersituation heraus. Soli fing sich anschließend und hatte erste Halb-Chancen auf den Anschlusstreffer, musste dann aber nach einer Viertelstunde einen Sonntagsschuss aus 25 Metern zum 3:0 hinnehmen. Nun war Charakterstärke gefragt. Gegen Mitte der ersten Halbzeit belohnte sich Soli erstmalig für das sehr ordentliche Offensivspiel. Debütant Christian Levers, der zu diesem Zeitpunkt bereits eine Zerrung mit sich herumschleppte und kurz vor der Pause durch Moritz ersetzt wurde, scheiterte noch am ABC-Keeper, aber Jan L. staubte zum wichtigen Anschlusstreffer ab – nur noch 3:1. Das Spiel hatte sich nun sehr in die Hälfte der Hausherren verlagert, Soli tauchte immer häufig im Adlershofer Strafraum auf. In einer dieser Situationen geriet der Ball vor die Füße von Armin, der nicht lange fackelte und mit einem platzierten Flachschuss auf 3:2 verkürzte. Und es kam noch besser: Die zunehmend verärgert und verunsichert wirkenden Ost-Berliner leisteten sich einen unsauberen Pass im Aufbauspiel. Nils konnte den Ball abfangen und zu Jan L. weiterleiten, der für den umjubelten Ausgleich sorgte – 3:3! Fast so müssen sich die Schweden neulich gefühlt haben.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam André für den etwas angeschlagenen Nils. Das Spiel plätscherte zunächst vor sich hin, bis zur 60. Minute passierte nicht viel, lediglich ein Kopfball von Armin sorgte für Gefahr. Aus dem Nichts heraus gingen dann die Gastgeber erneut in Führung: Ein langer Ball in die Spitze landete bei einem ABC-Stürmer, der den Ball schön runterpflückte und Daniel keine Chance ließ. Um die Offensive zu stärken, kam nun der eigentlich erkältete Severin für Ulf in Spiel. Kurze Zeit später dann fast der Knock-Out für Rot-Schwarz: Daniel konnte einen strammen Schuss nicht festhalten und kratzte den Ball erst im Nachfassen von der Linie. Böse Stimmen hatten den Ball bereits im Tor gesehen… So aber blieb Soli im Spiel und kam ungefähr in der 80. Minute zurück: Nach einer Ecke von Rafa gab André mit einem schönen Kopfball sein Tor-Debut. 4:4, Jaaa! Und Soli wollte mehr und drängte auf den Siegtreffer. Nachdem eine Abseitstreffer von André nich anerkannt wurde und weitere gute Chancen nicht genutzt wurden, kam es in in der Schlussminute zum Showdown: Der Schiedsrichter unterbrach einen aussichtsreichen Soli-Konter an der Strafraumgrenze, da ein ABC-Spieler ihn beleidigt hatte und dafür die rote Karte kassierte. Indirekter Freistoß aus ca. 18 Metern, Nervenkitzel pur im Lohnauer Steig. Armin tickte den Ball an und Jan L. drosch die Kugel humorlos in die Maschen zum 4:5 – was für ein Comeback!

Mit diesem, am Ende etwas glücklichen, aber auch nicht unverdienten Erfolg bediente sich Soli für die starke kämpferische Einstellung und geschlossene Mannschaftsleistung, die auch schon in den vergangenen beiden Spielen gegen Akazie und RBC zu beobachten war. Besonders die Soli-Offensive macht momentan richtig Spaß. So sind die Rot-Schwarzen nun im Mittelfeld der Tabelle angekommen und können in den nächsten Wochen gegen direkte Konkurrenten wie die Rudower Kickers und DJK SW Neukölln nachlegen, um oben anzugreifen.

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