Big-Point gegen den FCB

SV Solidarität/Tasmania – FC Brandenburg 03   3:2 (1:0)

+++ Aufstellung +++
Thomas – Simon (Arne), Max (C), Severin – Jannis, Moritz, Felix, Thies, Armin – Nils, Raik (Max B)

+++ Tore +++
1:0 Raik (Armin)
2:0 Armin
3:0 Nils (Max B)
3:1 …
3:2 …

+++ Spielbericht +++
Am 19. Spieltag stand das nächste Sechs-Punkte-Spiel im altehrwürdigen Werner-Seelenbinder-Sportpark an: Solidarität gegen Brandenburg. Fünfter gegen Vierter. Alles oder nichts. Die Charlottenburger hatten die Soli-Schwächephase in der Rückrunde genutzt und waren vorbeigezogen am SVS, ihr Vorsprung betrug allerdings nur einen einzigen Zähler. In der jüngeren Vergangenheit war Soli in den direkten Aufeinandertreffen beider Teams stets als Sieger vom Platz gegangen, allerdings immer nach sehr knappen, teilweise dramatischen Duellen. Chefcoach Micha erinnerte die Truppe bei der Kabinenansprache an Severins goldenen Siegtreffer mit dem Abpfiff beim 2:1-Auswärtssieg im Hinspiel und schwor die Soli-Elf auf die schwere Aufgabe ein.

Soli konnte fast mit der identischen Start-Elf ins Spiel gehen wie beim 8:2-Spektakel gegen Tempelhof in der Vorwoche. Einzig Torwart Max (für ihn ging Thomas ins Tor) und Christian, sowie Karsten fehlten. Von der Spielfreude vom letzten Wochenende war bei den Hausherren zunächst nicht viel zu spüren. Bei nasskalten Temperaturen entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein zerfahrenes Spiel. Beide Teams agierten mit der gleichen taktischen Formation und neutralisierten sich gegenseitig. Etwas überraschend ging Soli in Führung: Nach einem eigentlich Elfmeter-reifen Foul (der Schiedsrichter hatte den Ort des Foulspiels außerhalb des Strafraums gelegt) zog Armin den fälligen Freistoß von halblinks scharf Richtung Tor, Raik streifte den Ball elegant mit dem Bauchnabel und sorgte so für die entscheidene Richtungsänderung, der FCB-Keeper war geschlagen. Vorbereiter Armin nach dem Spiel: „Geil! Genau so sollte der reinkommen.“ In der Folgezeit wurde Soli allein durch einen Kopfball von Nils (Jannis hatte schön reingeflankt) gefährlich, den der Gästekeeper allerdings klären konnte. Brandenburg dagegen konterte gefällig und kam das eine oder andere Mal gefährlich in den Soli-Sechzehner, allerdings fehlte stets die letzte Präzision im Abschluss. Und wenn dann doch einmal ein Ball aufs Tor kam, war auf Aushilfs-Torwart „Katze“ Thomas stets Verlass. So gingen die Rot-Schwarzen leicht glücklich, aber nicht unverdient mit der knappen Führung in die Pause.

Nach 60 Minuten kam Max B für Raik ins Spiel und belebte die Soli-Offensive im zweiten Durchgang sichtlich. Armin, der vorher schon knapp übers Tor gezielt hatte, traf mitten in die Drangphase der Gäste mit einem trockenen Aufsetzer ins linke Eck aus gut 20 Metern zum 2:0. Das war wichtig! Wenig später schien der Drops dann endgültig gelutscht zu sein: Nach einem sauberen Doppelpass mit Max B konnte Nils noch einen Verteidiger aussteigen lassen und traf gegen die Laufrichtung des Keepers zum 3:0. Aber Soli wäre nicht Soli, wenn die Partie nun in Ruhe zu Ende gespielt worden wäre: Die Brandenburger stellten taktisch um und konnten nach einem nicht geahndeten Foul am eingewechselten Arne kurze Zeit später auf 3:1 verkürzen. Und es dauerte nicht lange – die klare Linie im Soli-Spiel war verloren gegangen und es machte sich Hektik breit – da folgte aus einer Unordnung am eigenen Strafraum der Treffer zum 3:2. Die Brandenburger vergaben in dieser Phase noch weitere Chancen, unter anderem köpfte ein Gäste-Stürmer freistehend am leeren Tor vorbei. Glück gehabt, Soli! Und auch das Pech, das die Rot-Schwarzen in den vergangenen Wochen mit den Unparteiischen gehabt hatten, sollte sich heute zum Guten wenden: Die Gäste hatten einen Freistoß aus 22 Metern traumhaft in den Winkel gezirkelt, der Schiri verweigerte dem Ausgleichstreffer aber die Gültigkeit, da es ein indirekter Freistoß war und niemand mehr den Ball berührt haben sollte. Auch nicht der verschmitzt lächelnde Keeper Thomas… Soli konnte in der Folgezeit gegen die aufgerückten Charlottenburger den einen oder anderen guten Konter setzen, ohne dabei allerdings die Vorentscheidung zu erzielen. Kurz vor Schluss traf Nils von der Strafraumgrenze noch den Pfosten. Nach einem letzten, hoch in den SVS-Strafraum geschlagenen Ball, folgte dann der erlösende Schlusspfiff. Der FCB trat sichtlich bedröppelt den Heimweg in den Berliner Westen an.

Fazit: Eine spielerisch durchwachsene, aber kämpferisch solide Leistung vom SV Solidarität mit Höhen und Tiefen, die zu einem knappen und sehr wichtigen 3:2-Erfolg gegen einen Gegner auf Augenhöhe reichte. Brandenburg stand hinten gut organisiert, Soli schaffte es aber trotzdem, sich Chancen zu erspielen und drei Treffer zu landen. In der Rückwärtsbewegung hielt Soli gut dagegen, mit etwas Pech hätten aber noch ein bis zwei weitere Gegentreffer fallen können. Unterm Strich bleibt also der traditionelle, knappe Erfolg gegen den FCB und die Vorfreude auf die Partie gegen den Tabellendritten am kommenden Samstag, die SG Laterne. Nach der 2:4-Heimpleite im Hinspiel haben die Rot-Schwarzen noch eine Rechnung mit den Weddingern offen. Soli könnte mit einem Sieg auf der „Kokswiese“ den Abstand zu Platz drei, der zum Aufstieg berechtigt, auf 3 Punkte verkürzen. Die Endspielwochen gehen weiter.

Nächstes Spiel:
SAMSTAG, 12.5., 10.30h
SG Laterne – SV Solidarität/Tasmania
Kokswiese KR1 // Behmstr. 35-48 // 13357 Berlin

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Über Solidarität FZ/Tasmania

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